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" Von
den Medici bis zu Napoleon"
Die Herrschaft der Medici hat auf der Insel Elba
zahlreichen Spueren
hinterlassen, wo man einen richtigen "Medici-Rundweg" einplanen
kann, wenn
man Forte Falcone (Falkenfestung) als Ausgangspunkt waehlt,
das man zu Fuss
ueber eine Treppe an der Via Napoleone und mit dem Auto ueber
die Strasse,
die zur Palazzina dei Mulini fuehrt, erreichen kann. |
Von
der Frühzeit bis zu den Römern |
| Vom
Mittelalter bis zu den Medici |
| Von
Napoleon bis zur heutigen Zeit |
Die
Museen
Archäologie
auf dem Meeresgrund |
Die viereckige Festund beherrscht die Bucht, die sie jahrhundertlang
vor den
Angriffen der Piraten geschuetzt hat, genauso wie das Forte
della Stella
(Sternenfestung) von dem, im Suedosten der Stadt gelegenen,
Sporn aus
wachte.
Diese Festung wurde nach dem sternfoermigen Grundriss der
Mauern benannt und
beherbergte das Militaerkommando Napoleons. Der noch in Betrieb
stehende
Leuchtturm wurde 1784 vom Grossherzog Leopold von Oesterreich
errichtet;
die von Benvenuto Cellini hergestellte Bronzebueste von Cosimo
I de' Medici
befindet sich heute im Nationalmuseum in Florenz. Die Torre
della Linguella,
auch Torre del Passante nach dem Namen des Attentaeters von
Umberto I von
Savoia benannt, der hier im 19. Jh. eingesperrt wurde, ist
ein achteckiger
Bau aus der zweiten Haelfte des 16. Jahrhunderts, der als
Abschluss des
alten Hafens der Docks erbaut wurde. Aus dem 16. Jahrhundert
stammt auch die
Chiesa del Santissimo Sacramento, die nach den Zerstoerungen
im 2. Weltkrieg
renoviert worden ist. Sie birgt einen bronzenen Abguss der
Totenmaske
Napoleons. Bei Rio nell'Elba ist die Chiesa del Padreterno,
auch als
Santissima Trinità bekannt, zu besichtigen: es handelt
sich um einen Bau aus
dem 18. Jh. mit drei Boegen an der Fassade und einem Seitenturm,
der einen
bedeutungsvollen barocken Altar bewahrt. Von der Strasse
nach Campo fuehrt
ein Pfad in etwa 40 Gehminuten zum Gipfel des Monte Giove:
einst stand hier
ein dem Goettervater gewidmeter Tempel, und im Jahre 1460
liess Giacomo III.
Appiano die Festung del Giogo zum Schutz vor den Korsarenangriffen
erbauen;
aber die Spanier zerstoerten diese Festung 1553. Heute bleibt
nur eine
Ruine, aber lohnt sich der steile Weg auf die Spitze des
Monte Giove, um den
praechtigen Ausblick zu geniessen. Die Appiani haben auch
in Rio Marina
Spueren hinterlassen, wo dem kleinen Hafen ein achteckiger
Turm fuer die
Entdeckung von Piraten auf Wunsch von Giacomo V Appiano beigefuegt
wurde.
Im Stadtzentrum der Gemeinde Rio Marina ist die Chiesa San
Rocco zu
besuchen. Es handelt sich um einen einschiffigen Bau aus
dem 16. Jh. in Form
eines lateinischen Kreuzes; die Kirche wurde fuer die Bergarbeiter
mit den
Zuschuessen des Herrn von Piombino, Ludovisi Boncompagni,
erbaut. Auf der
Fahrt nach Porto Azzurro ist das sternenfoermige Fort San
Giacomo, das das
Land dominiert, zu sehen. Es wurde von Don Garcia di Toledo
Anfang des 17.
Jh.s auf dem Huegel nach dem Muster der Zittadelle von Anversa
erbaut. Forte
San Giacomo ist noch heute ein Gefaengnis, waehrend sich
auf der andaren Seite des Ortes die zweite
spanische Festung, Forte del Focardo, erhebt, das
im 16. Jahrhundert zum Schutz des Hafens errichtet worden
ist. Zu den
Kunstschaetzen von Porto Azzurro gehoert auch die Wallfahrtskirche
Santuario
della Madonna del Monserrato. Diese wurde 1606 auf Anordnung
des spanischen
Gouverneurs Giuseppe Pons y Leon an den Haengen des Monte
Castello
errichtet: nach ca. 1 Km. in Richtung Rio nell'Elba auf einem,
von der
dichten Vegetation verstecktem Schotterweg erreicht man diese
Kirche. Das
Forte del Focardo beherrscht die Landzunge des Monte Calamita
bei
Capoliveri: 1678 vom Vizekoenig Neapels fuer den spanischen
Koenig erbaut,
gehoert die Festung heute der Marine und kann deshalb nicht
besichtigt
werden. Von der religioesen Architektur bleibt heute bei
Capoliveri das
Santuario (Wallfahrtskapelle) Madonna delle Grazie und das
Santuario Madonna
della Neve. Die erste Wallfahrtskapelle stammt aus dem 16.
Jahrhundert und
bewahrt eine schoene hoelzerne Kassettendecke und ein Gemaelde
der Madonna
del Silenzio, das einem Schueler Michelangelos zugeschrieben
wird. Die
zweite Wallfahrtskapelle wurde von den Einwohnern Capoliveris
im 18.
Jahrhundert erbaut und ist z.Zt. geschlossen. Sie wird nur
am 5. August zum
Anlass eines grossen Festes geoeffnet. Eins der typischsten
Doerfer der
ganzen Insel ist Sant'Ilario in Campo, unweit von Marina
di Campo. Die schmalen Gassen, die Aussichten
auf die Boegen und die mit Blumen
bewachsenen Balkons saeumen den Fussweg zum Kirchplatz, der
von den Appiani
im 15.Jh. erbaut wurde. In Marciana Marina gibt es folgendes
zu besichtigen:
die Casa degli Appiani (Appianis Haus), der noch gut erhaltene
Familienpalast und die Wallfahrtskirche Madonna del Monte.
Sie ist in etwa
einer Stunde zu Fuss von der Fortezza Pisana aus auf einem
Weg der
Leidesstationen Christi zu erreichen. Die Legende erzaehlt,
dass Hirten hier
eine Ikone der Madonna fanden, dort eine Einsiedelei und
eine kleine Kirche
errichteten, deren heutige Form aus dem 17. Jahrhundert stammt.
Von hier
fahren verschiedene Wanderwege an den Abhaengen des Monte
Giove entlang. Bei
Marciana, in der Naehe des wunderschoenen Strandes Procchio,
befindet sich
die im 17.Jh. erbaute Guardiola, wo einst ein altes Zollamt
stand. Von Monte
Castello erreicht man die Mauer einer praehistorischen Siedlung.
Von der
napoleonischen Zeit bleiben in Marciana der sogenannte "Napoleon-Stuhl" (Sedia
di Napoleone), ein Felsen in Form eines Stuhles, von dem
der
verbannte Kaiser nach Korsika geblickt haben soll, und die
Fonti di
Napoleone (Mineralquelle), wo ein sehr gutes oligomineralisches
Wasser in
Flaschen abgefuellt wird. Auf der Insel Giglio ist der schoene
kreisfoermige
Medici-Turm zu besichtigen, der sich seit 1596 als Wache
ueber den Hafen der
Gemeinde Giglio Porto erhebt. Auch die Mauer von Giglio Castello
sind
sehenswert: die heutige Festung wurde von der Medici erbaut,
indem sie die
Anlage der bestehenden Befestigungsanlage ausnutzten. Sieben
von einst 10
Tuermen und ein Eingang mit 3 Toren sind noch erhalten. Der
kegelfoermige
Grundriss dieses Turmes aehnelt dem, als Schutz vor Piraten
zwischen 1670
und 1705 errichteten Medici-Turm von Giglio Campese: er hat
auch vier
Kanonen auf der Spitze und zwei Zisternen, die in den wasserarmen
Zeiten
oder waehrend einer Belagerung die Wasserversorgung der Bewohner
garantieren sollte. Der kreisfoermige Hafenturm bewacht seit
1510 das Forte
San Giorgio auf der Insel Capraia, waehrend die Kirche und
das Kloster
Sant'Antonio aus dem Jahre 1661 stammen, als der Franziskanerorden
die
Errichtung in Auftrag gab. Die heute entweihte kleine Kirche
ist ein
typisches Beispiel des pisanischen Barockstils und bewahrt
bemerkenswerte
Grabsteine, dekoriert mit Episoden der Geschichte dieser
Insel. Die Kirche San Nicola auf der Piazza
Milano geht auf das Jahr 1759 zurueck, waehrend
der an der Suedspitze der Insel gelegene Turm dello Zenobito
aus dem 16.
Jahrhundert stammt. Er wurde nach den Moenchen benannt, die
nach hier
fluechteten, um den kaiserlichen Verfolgungen zu entfliehen.
Der heute
verlassene Turm wurde Anfang des 16.Jh.s von der Bank Banco
di San Giorgio
aus Genua erbaut und war, dank des hochgelegenen Eingangs
und der
dreistoeckigen Zisternen uneinnehmbar. Auf der Insel Gorgona
zeugt der Turm
Torre Nuova von den Verteidigungssystemen gegen Piraten und
Sarazenen, die
die Medici im 17. Jahrhundert an der Nordspitze des Scalo
bauen liessen. Bis
1958 beherbergte die Insel eine Strafkolonie: heute ist sie
voellig
verlassen. |
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| Photo
zur Verfügung gestellt von APT Arcipelago Toscano
und Mediaweb Srl |
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