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Archipel Toskana >> Kunst und Kultur
 
" Vom Mittelalter bis zu den Medici "

Die Periode vom Anfang der christlichen Epoche bis zur Machtergreifung der Medici auf der Toskanischen Insel hat zahlreiche Kirchen und Pieven hinterlassen, viele im romanischen Stil, die ueber das Archipel verstreut sind und die Plaetze und historischen Zentren vieler Ortschaften noch sehenswerter machen.
Von der Frühzeit bis zu den Römern
Von den Medici bis zu Napoleon
Von Napoleon bis zur heutigen Zeit
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Archäologie auf dem Meeresgrund
In Portoferraio ist die Kirche Santo Stefano alle Trane zu besuchen, die in der Naehe der Ortschaft Magazzini gelegen ist. Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist einschiffig und hat bedeutende Basreliefe aus Marmor, die die Traeger, die Fenster und die Seitentuer dekorieren. Das vielleicht an Kirchen reichste Dorf ist Rio in Elba, wo man vom Platz aus zu der innerhalb des Dorfesmauerrings gelegenen Kirche der Heiligen Giacomo und Quirico gelangen kann, die durch grosse Bastionen vor den Angriffen der Piraten geschuetzt wurde. 2 Km. von Rio entfernt hinter der alten Bergwerksgegend erreicht man die Ruinen der kleinen romanischen Kirche von Grassera, die von den Pisanern im 12. Jahrhundert gebaut und von den Tuerken 1534 dem Erdboden gleich gemacht worden ist. Von der Ortschaft Ottone aus erreicht man auf einem kurzen Schotterweg die Festung, die sich in einer dominierenden Lage auf der Spitze von Volterraio befindet, heute aber leider verlassen ist. Der Komplex, von dem nur der Brunnen, die Kapelle, die Verteidigungszonen, die Zinnen und die Untergeschosse uebrig bleiben, geht auf das 12. Jh. zurueck, auch wenn einige Anbauten aus dem 17.Jh. stammen. Nur knapp hundert Meter vom Zentrum Capoliveris entfernt, finden wir die Ueberreste der Kirche San Michele im romanischen Stil, die in dem 12. Jh. erbaut worden ist: einschiffig und aus rosen Kalkstein erbaut, wurde sie im 15.Jh. von den Sarazenen zerstoert; heute ist ihr vorderer Teil schwer beschaedigt, sie ist zu einem Friedehof geworden und wurde spaeter verlassen. Die Kirche San Mamiliano befindet sich in der Umgebung von Campo in Elba an der Strasse nach Procchio: das Gebaeude geht auf das 10. Jh. zurueck, aber die unueberlegten Renovierungsarbeiten der letzten Jahren haben ihren Zauber praktisch vernichtet. Hier ist die Reliquie eines Armes des Heiligen Mamilianos aufbewahrt, der 460 in Montechristo starb. In einer herrlichen Panoramalage an der Strasse, die von Sant'Ilario an den Haengen des Berges Perone entlanggeht, erhebt sich der alte pisanische Turm, von dem aus man den Kanal von Piombino und die Festung von Volterraio sehen kann. Unweit davon finden wir die Ruinen der romanischen Pieve San Giovanni, die heute kein Dach mehr aufweist, aber unglaublich bezaubernd ist dank ihrer wunderschoenen Lage und der Naehe zu den Ruinen der Einsiedelei San Francesco, die in einer ueppigen, mediterranen Vegetation liegt. Die pisanische Festung in Marciana, die auf das 12. Jahrhundert zurueckgeht und von der nur wenige Ruinen zu sehen sind, zeugt von den vergangenen Jahrhunderten. Es handelt sich um einen viereckigen Bau mit vier Tuermen, Zufluchtsort der Einwohner von Marciana bei Angriffen von Invasoren. Die Kirche San Lorenzo befindet sich an einem Schotterweg, der von der alten Strasse nach Marciana Marina abzweigt: vom Gebaeude des Jahres 1100 bleiben nur die Apsis und die aeusseren Mauern, die von der umliegenden Vegetation ueberwuchert sind. Die Macchia ist auch dabei, die Einsiedelei San Cerbone zu verschlingen, die auf dem Weg von Pioggio nach Marciana liegt. Diese Klause befindet sich nahe der Hoehle, in die der Bischof von Populonia im Jahre 573 fluechtete, waehrend das kleine Franziskanerkloster 1421 in der Naehe gebaut wurde. Der pisanische Turm von Marciana Marina wurde im 12. Jh. als Schutz fuer ueber den Hafen errichtet, der oft von den Sarazenen ueberfallen wurde, und ist heute in Privatbesitz. Auf der Insel Capraia zeugt von der romanischen Zeit noch die romanische Kirche dell'Assunta, die zwischen 1000 und 1100 mit den Resten einiger roemischer Siedlungen erbaut wurde, heute aber verlassen und verfallen ist. Von hier aus wird die Statue der Madonna am 15. August fuer die traditionelle Prozession aufs Meer hinausgefahren. Der heutige Aspekt des Gebaeudes geht auf das 18. Jh. zurueck, als die Fischer es befestigten und als Schutz vor den sarazenischen Angriffen nutzten. Als Wehrbau wurde auch das imposante Forte San Giorgio erbaut, das heute leider fuer Besucher unzugaenglich ist. Der Mittelteil des Gebaeudes geht auf das 12. Jh. zurueck und wurde von den Pisanern gebaut: die Befestigungen aus dem 16.Jh. sind Werke der Seerepublik Genua und vor allem der Bank Banco di San Giorgio. Die Kirche Santo Stefano Protomartire vervollstaendigt den "romanischen" Ueberblick ueber die Insel Capraia: sie wurde im 9. Jh. von den ersten Eremiten errichtet und dem jungen christlichen Maertyrer gewidmet. Die Pisaner haben sie um 1000 nach den sarazenischen Angriffen wiederaufgebaut, und im ganzen umliegenden Gebiet sind noch heute die "palmenti" (Kelterwanne) zu sehen, wannenartige Vertiefungen, die fuer das Keltern der Trauben von den Einwohnern in die Felsen gegrabenen worden sind. In Montecristo, in der Naehe von Cala Maestra, beginnt ein Eselspfad, der in einer Stunde zum Kloster San Mamiliano fuehrt, das von den Benedektinern im Mittelalter errichtet und im 15.Jh. nach den Zerstoerungen der Corsaren von Dragut verlassen wurde. Der Hof uberdauert noch heute die Nachlaessigkeit und die Verwahrlosung, aber der Hauptteil des Klosters ist von den Schatzsuchern und von Maenovern der deutschen Truppen im letzten Weltkrieg auf eine harte Probe gestellt worden. In Gorgona sollte man die Aussicht vom alten Turm (Torre Vecchia) nicht versaeumen, der von den Pisanern zwischen dem 12. und 13.Jh. auf einem Felsen senkrecht ueber den Klippen der Costa dei Cantoni erbaut worden ist.
 
Photo zur Verfügung gestellt von APT Arcipelago Toscano und Mediaweb Srl
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