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"
Von der Frühzeit bis zu den Römern"
Die bedeutungsvollsten Fundstuecke der praehistorischen
Zeit befinden sich
auf der Insel Pianosa, die Touristen aber nur mit Fuehrungen
und in
geringer Zahl fahren koennen. |
Vom
Mittelalter bis zu den Medici |
| Von
den Medici bis zu Napoleon |
| Von
Napoleon bis zur heutigen Zeit |
Die
Museen
Archäologie
auf dem Meeresgrund |
Es lohnt sich, zu dieser wunderbaren Insel zu fahren, die
die Schoenheit
eines Meeres, dessen kristallklaren Wasser seit 1979 fuer
alle Boote
verboten sind, mit seinen beneidenswerten archaeologischen
Schaetzen
verbindet. Bei Punta Secca und Cala Giovanna sind in einigen
Hoehlen
Ueberreste von menschlichen und tierischen Gebeinen und Knochen
und auch aus
Stein gefertigte Gegenstaende, wie Klingen, Spitzen, sowie
Feuerstaetten und
Bruchstuecke von Keramiken gefunden worden, die vom menschlichen
Leben auf
der Insel vor etwa 18.000 Jahren zeugen. Im Sueden sind brunnenfoermige,
wahrscheinlich von den Rinaldoniani erbaute Graeber gefunden
worden, die
waehrend des Kupfelzeitalters in die Erde gegraben worden
sind. In diesen
Graebern sind zwei fast unberuehrte Skelette, Steinaexte,
Bruchstuecke aus
Obsidian und Keramik gefunden worden. Von dem kleinen Hafen
von Pianosa geht
man zu den Katakomben, die von dem Beginn der christlichen
Kultur zeugen:
Tausende von unterirdischen Gaengen, die sich ueber 200 Meter
erstrecken,
gehen auf das 3.-4. Jahrhundert zurueck, als die ersten Christen
zu
Zwangsarbeiten in den Tuffgruben verurteilt wurden. Heute
sind die Stollen,
die die Ueberreste von ueber 500 Bestattungen bewahren, voellig
verwahrlost.
Auf der Insel Capraia entlang des Eselspfades, der vom Dorf
zum Berg Arpagna fuehrt, befindet sich
ein sehr alter Nuraghenbau, der an diegleichen Bauten
auf Sardinien erinnert, die wahrscheinlich zum Schutz der
Haustiere benutzt
wurden. Das bedeutungsvollste Zeugnis der Etrusker Zeit sind
die Ueberreste
eines alten Ofens fuer die Eisenverarbeitung in der Ortschaft
Capo Pero
zwischen Rio Marina und Capo Castello auf der Insel Elba
und die zahlreichen
wunderbaren, von den roemischen Patriziern im Archipel erbauten
Villen. Auf
der Insel Pianosa sind die Ueberreste der Villa von Marco
Giulio Agrippa
Postumo zu sehen, der von seinem Onkel Kaiser Ottaviano Augusto
auf die
toskanische Insel verbannt wurde, weil dieser glaubte, dass
sein Neffe die
koenigliche Familie von ganzem Herzen hasste. Die Villa von
Agrippa lag in
dem Meeresufer, erstreckte sich ueber eine Flaeche von ueber
3000 Qm. und
hatte auch ein Theater, ein Hafenbecken und einige Thermalbaeder.
Ein Teil
des Gebeaudes befindet sich heute unter dem Meeresspiegel
und die Gewaesser
vor Cala San Giovanni beherbergen zahlreiche Ueberreste der
roemischen Zeit.
Auch auf der Insel Giglio in der Gemeinde Giglio Porto befinden
sich
Ueberreste einer antiken roemischen Villa, die wahrscheinlich
von der
Familie Domizi Enobarbi erbaut wurde und einige Becken fuer
die Fischzucht
enthaelt. Eine Entdeckungsreise der wunderbaren roemischen
Funde sollte die Besichtigung von Portoferraio
einschliessen: Portoferraio bewahrt die
Ueberreste der grossartigen Villa Le Grotte, deren Anlage
auf die Zeit
Augustus zurueckgeht. Die Feinheit des roemischen kaiserlichen
Stils ist in
den Ueberresten des Gebaeudes, das in einer herrlichen Aussichtslage
auf
einem Felsvorsprung am suedoestlichen Teil des Golfs von
Portoferraio erbaut
wurde, noch zu sehen: Reste von Fussboeden und Mosaiken,
von Wandmalereien
und feinsten Gips-und Stuckarbeiten. Die Villa verfuegte
sogar ueber einen
eigenen Anleger. Die Reste der roemischen Villa am Capo Castello
erstrecken
sich auf drei Ebenen: auf dem Capo Castello, heute voller
moderner Haeuser,
auf dem Colle del Lentisco und dem Capo Mattea. Die villa,
von der man
annimmt, sie stamme aus dem 1. Jh.vor oder nach Christi,
war auf Terrassen
zum Meer hin erbaut, hat Mosaikteile, ein Kapitel und Keramikstuecke
ans
Licht gebracht. Auch die Insel Giannutri ist reich an Zeugnissen
der
roemischen Kultur, wie die Villa von Domizio Enobarbo, der
seine herrliche
Residenz vor der Cala Maestra erbauen liess. Dies ist die
groesste roemische
Ansiedlung des toskanischen Archipels mit eleganten Thermen,
Lagern,
Wohnhaeusern fuer Buerger und Sklaven, Zysternen fuer Wasser,
einer grossen
Aussichtsterrasse, Stuckarbeiten und wertvolle Dekorationen,
Marmor, Fresken
und Mosaiken. Die Lage hoch ueber der Cala Maestra und der
wundervolle Blick sind bestimmt einen
Besuch wert. Vom roemischen Hafen in Cala Spalmatoio,
der von dem Zement der 60er Jahre fast voellig bedeckt ist,
ist leider
ziemlich wenig zu sehen. Nur einige dem Meer entrissene Saeulen
aus Granit
von Giglio zeugen von dem antiken Bau. Wenn man bei Poggio
Rosso und Poggio
del Cannone in der Macchia spaziergeht, sieht man einige
Ueberreste eines
kleinen, zu Ehren Dianas (die Jagdgoettin) erbauten Tempels,
welcher die
Insel gewidmet war. |
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| Photo
zur Verfügung gestellt von APT Arcipelago Toscano
und Mediaweb Srl |
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