GEOGRAPHIE,
MORPHOLOGIE, KLIMA
Mit der Ausnahme von Pianosa (Ebene), dessen Namen
die Morphologie dieser
Insel beschreibt, zeichnen sich die Inseln des toskanischen
Archipels durch
ihre Huegellandschaft und die Unregelmaessigkeit ihres Küstenstreifens
aus,
der Einschnitte, sandige Buchten, Einbuchtungen und unzugängliche,
von
heftigen Winden und der Gewalt der Wellen geformte Felsen
aufweist. Die
morphologischen Charakteristiken der toskanischen Inseln
zeugen von ihrem
vulkanischen Ursprung, welcher der Insel Elba eine Bergspitze
von über 1000
Metern geschenkt hat, den Berg Capanne, der heute das touristische
Angebot -
des Strandurlaubs an den berühmten Stränden - mit
einem Naturerlebnis
entlang der Bergpfade an steilen Haengen und sogar mit extremen
Sportarten,
z.B. Freeclimbing, abrundet. Flüsse und Wasserquellen
haben seit eh und je
das Bedürfnis nach Wasser der Inselbewohner und der
Bauern des Archipels
befriedigt. Die Ausnahme bildet die Insel Giannutri, die
voellig karg ist.
Das Klima ist mild und freundlich, fast subtropischer Art
und von warmen
Sommern und sehr feuchten Wintern charakterisiert. Die Regenfaelle
sind
unregelmäßig, und im Sommer kommen oft langanhaltende
Trockenzeiten vor,
während in sehr kalten Wintern die Bergspitzen von einem
weißen Mantel ü
berzogen sein koennen, der aber in wenigen Stunden schmilzt.
Vor allem auf
den kleineren Inseln dienen die Winde der Fortpflanzung und
der Erhaltung
der Fauna, und es ist nicht auszuschließen, dass der
heftige Westwind einige
urspruenglich nur auf Korsika und Sardinien wachsende Pflanzen
nach Capraia
gebracht hat. |
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GEOGRAPHIE
UND MINERALIEN
Eine echte Schatztruhe bildet der Untergrund der Inseln
des toskanischen
Archipels, reich an Mineralien und ein wahres natürliches
Museum für
Liebhaber und Begeisterte der Geologie, sowie ein "Mekka" für
alle
Wissenschaftler der Mineralogie. Die Mineralien haben die
wirtschaftlichen und geschichtlichen Ereignisse der Inseln
mit den groessten
und
verschiedensten Vorkommen
beeinflusst: Elba und Giglio. Giglio ist für
seinen eleganten grau-gruenen Granit mit Quarz, Feldspat, Glimmer
und
Turmalin berühmt und Elba für sein Eisen, das auch
der Insel den antiken
Namen "Aethalia" (Flamme) - wie die Flammen, die
bei den Öfen in die Luft
spritzten, die zur Bearbeitung des Metalls dienten - eingebracht
hat. Der
Erzabbau und die Verarbeitung des Eisens waren der bewegende
Faktor der
elbanischen Wirtschaft bereits in den Anfaengen der Mittelmeervoelker:
die
wertvollen, vo n Hand gefertigten Gegenstaende der Etrusker,
dem
raffiniertesten der italienischen Voelker, wurden mit dem
Eisen der Insel
Elba hergestellt. Dann folgten die Griechen, die das Mittelmeer
mit dem
Bewusstsein durchquerten, dass sich zwischen Etrurien und
Korsika eine an
unerschöpflichen Eisenbergwerken reiche Insel befand.
Natürlich ist die
Realität anders als die Legende: das letzte Bergwerk Elbas
ist im Jahre 1981
geschlossen worden. Obwohl die Eisengewinnung und die Bearbeitung
zu Ende
ist, bleibt Elbas Mineralschatz eine der wichtigsten Aspekte
der Insel: es
werden keine Helme und Schwerter mehr hergestellt, aber der
Reichtum des
Bodens wird Sammlern und Forschern zu Tage gelegt. Bronze,
Azzurit,
Malachit, Kupfer, Emathit, Ilvait, Limonit, Eisen, Magnethit,
Quarz, Granit,
Turmalin und Beryllium sind auf den Inseln vertreten. Diese
Mineralien
machen aus dem toskanischen Archipel ein so bedeutendes Freilichtmuseum,
dass die UNESCU diesen Naturpark in die Liste der wichtigsten
geologischen
Orte der Welt aufgenommen hat. Ein kultureller Park ist geplant,
so dass
dieser unnachahmlicher Schatz geschützt und erhalten
werden kann. Auch alle, die kein wissenschaftliches Interesse für Mineralien haben,
können trotzdem
deren wundervolle estethische Effekte genießen. Um
die Welt des Granit zu
erforschen, kann man einen ziemlich muehsamen, aber sehr
reizvollen
Wanderweg entlanggehen, der von San Piero am südlichen
Fuß des Monte Capanne
zur Mühle del Moncione führt. Entlang des Pfades
kann man atemberaubende
Aussichten genießen, wie z.B. von Pietra Murata aus,
von wo man Pianosa,
Montecristo und Korsica sehen kann oder die Weinberge Elbas
auf grünlichen
Granitterrassen und halbfertigen Steinen, Zeugen der bereits
im Mittelalter
betriebenen Aktivität. Die leuchtenden Farben, die auf
hohe Eisenpräsenz im
Boden zurueckzufuehren sind, sind die wichtigsten Merkmale
der Nordwestküste
der Insel: das Gebiet um Rio Elba, des Hauptorts des elbanischen
Bergbaus.
Der Weg, der von Rio Elba zur Festung Giove führt, die
im 14. Jh. erbaut
wurde, schlängelt sich durch Bergwerke, die nicht mehr
in Betrieb sind, und
verleiht dem Wasser eine ocker-rötliche Farbe. In Rio
Elba kann man auch das
elbanische Mineralmuseum "Alfeo Ricci" besuchen,
das 700 Steine ausstellt
und mit der Sammlung "Erisia Gennai Tonietti" mit
1000 Steinen mit Sitz im
Rathaus von Rio Marina einen Einblick in die einheimischen
Mineralien gibt.
In Porto Azzurro kann man ein einzigartiges Abenteuer erleben:
in einem kleinen Zug besichtigt man ein 250 m langes, wiederaufgebautes
und
wirklichkeitstreues Bergwerk. Geschichtliche Funde, alte
Maschinen und eine
komplette Mineraliensammlung erlauben einen Sprung in die
Bergwerkrealität
und die Abbautechniken, die nur noch in Geschichtsbüchern
beschrieben
werden. Genauso interessant ist der experimentelle Metallurgiepark
in La
Chiusa bei Portoferraio. Hier kann man verschiedene antike,
in der realen
Groesse nachgebaute Öfen besichtigen, wie z.B. die von
den primitiven
Einwohnern gebauten "catalani": ein tiefer Graben
mit hitzeschützenden
Steinen an den Wänden oder hoeherstehende Hochoefen,
die spaeter entwickelt
wurden. |
Photo
zur Verfügung gestellt von APT Arcipelago Toscano und Mediaweb
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