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Archipel Toskana >> Geschichte

" VON DEN RÖMERN BIS ZU DEN SIGNORIEN"

IIm 3. Jahrhundert v. Chr. waren die Etrusker von den Römern in den Schatten gedraengt worden. Von ihren Verteidigungsversuchen zeugen die maechtigen Festungsanlagen auf dem ganzen Archipel.
Von den Ursprüngen
bis zu den Etruskern
Vom XVI Jahrhundert
bis zu Napoleon
Die Gegenwart und die Entstehung der Strafkolonien
Im Jahre 67 v.Chr. sollte ein römisches Gesetz die Pluenderungen der Piraten im Mittelmeer unterbinden. Dies hatte war die intensive Ausbeutung der Bergwerke Elbas zur Folge, deren Eisen zur Waffenherstellung fuer die Schiffe diente, um die Angreifer zu besiegen. Gleichzeitig gewann man aus den Bergwerken auf Montecristo die gruenen Steine, die als Schmuck römischer Patriziervillen auf dem Festland dienten. Mit dem Sieg ueber die Piraten endete auch die Ausbeutung der Bergwerke und so entstanden an der Küste der toskanischen Inseln lebhafte Handelshäfen: man exportierte Wein, getrockneten Fisch, Edelsteine und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Luxuriöse römische Patriziervillen wurden erbaut: einige dieser reichen Herren hatten ihren Aufenthaltort auf diesen Inseln frei gewählt, andere wurden dort vom Kaiser auf die Inseln abgeschoben, wo sie fern von der Macht waren. Dies ist der Fall von Agrippa Postumo, der vom Kaiser Augustus, seinem Onkel, auf die Insel Pianosa geschickt worden war, da ihm nachgesagt wurde, er hasse die regierende Familie. Giglio und Giannutri gingen in den Besitz der Nachkommen des irren Kaisers Nerone, aber auch Capraia, Grogona und Elba haben Zeugnisse dieser Patriziervillen. Zur Zeit der Christenverfolgungen wurden viele der ersten Christen auf die Inseln verbannt, wo sie Katakomben und Einsiedeleien bauten, die den Grundstein fuer das Klosterleben in ganz Europa legten. In Piano auf Capraia bauten die Mönche ein kleines Kloster und die Kirche Santo Stefano Protomartire, um ihren spirituellen Durst zu stillen. Es folgten die Klosteranlagen auf Montecristo und Gorgona. Im 6. Jh. liess Papst Gregorius Magno auf Gorgona ein Kloster erbauen, wohin die revolutionären und nicht nur dem geistlichen Leben zugetaenden Mönche exiliert wurden. Auf Montecristo war das Kloster San Mamiliano Zentrum des Klosterlebens bis hin zum 16. Jh., als es vom Piraten Dragut geplündert wurde. Man erzählt, dass er einen wunderbaren Schatz fand, dessen Existenz die Phantasie des Schriftstellers Alexandre Dumas entfachte, der die Abenteuergeschichte ueber die Suche nach der Schatztruhe in seinem Roman "Der Conte von Montecristo" erzählt. Nach langen Jahren des Verfalls, der mit den Invasionen der Barbaren auf der ganzen Halbinsel uebereinstimmt, kommt das Archipel im 10.Jh. wieder zu neuem Glanz, als die Republik Pisa die Inseln kauft, um die Bergwerke wieder in vollen Gang zu setzen. Es beginnt eine fuer die Wirtschaft aeusserst positive Zeit dank der Wiederinbetriebnahme der metallurgischen Aktivitäten auf Elba und Giglio und da die kleineren Inseln an den Handelswegen dieser Mineralien liegen. Diese friedliche Zeit dauert aber nicht lange an, denn die Seerepublik Genua greift Pisa an, um die Vorherrschaft auf dem Mittelmeer zu erlangen. In der entscheidenden Schlacht bei Meloria im Jahre 1284 wurde Pisa besiegt und fuer die Bewohner der Inseln, die bis zuletzt ihren Herren treu geblieben waren, begann der Abstieg, der im 14.-15. Jh. bis zur Hungersnot führte und die Inseln fast ohne Einwohner hinterliess. Das Archipel ging daraufhin in den Besitz verschiedener Signorien, die von Zeit zu Zeit beschlossenden, die Inseln an den Meistbietenden zu verkaufen. Aber im 16. Jahrhundert beruehrten neue blutige Ereignisse die Küste der toskanischen Inseln, die wegen ihrer strategischen Position seit jeher in den politischen Plänen der Herrscher Europas waren.
 
Photo zur Verfügung gestellt von APT Arcipelago Toscano und Mediaweb Srl.
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