Die
Küche der toskanischen Inseln ist die typische Mittelmeerküche:
sie
bietet einfache schmackhafte Speisen, die aus armen Zutaten
besteht und
recht einfach zubereutet wird. Im Mittelpunkt der Gastronomie
des Archipels
stehen natuerlich Fische und Meeresfruechte, angerichtet
mit den Kräutern
der Macchia Mediterranea - alles begleitet von einem der
hervorragenden
Weine der Inseln, den Geschmack des Fisches hervorheben.
Diese Richtlinien
sind allen Inseln gemein, aber die geschichtlichen Einflüsse
haben dazu
beigetragen, dass jedes Dorf andere Charakteristiken aufweist.
Zum Beispiel
Rio nell'Elba hat eine Küche mit arabischen Einflüssen
von den arabischen
Piraten geerbt, die den Ort erobert und geplündert haben:
das ist der Fall
der köstlichen und sehr süßen "schiaccia
briaca", die mit Zutaten des
Orients wie Sultaninen zubereitet wird, denen spaeter auch
andere Zutaten
beigefügt wurden.
Fuer die heutige Zubereitung der "schiaccia briaca" benoetigt
man einen
aromatischen Wein, Zucker und Nüsse, Zutaten, die im
19. Jahrhundert
zugefügt wurden, um diese Süßspeise den Herren
schmackhaft zu machen, den
einzigen, die sich den Luxus dieser raren und teuren Zutaten
erlauben
konnten. Die Spanier und die napoletanischen Soldaten, die
im südöstlichen
Teil der Insel hausten, brachten den Inselbewohnern die Zubereitung
ihrer
Speisen bei: der spanische Einfluss zeigt sich in Speisen
wie "stoccafisso alla riese, gurguglione, sburrita".
Auch wenn man heute zur Vermischung und
Standardisierung neigt, war einst die Küche der
Kuestenorte anders als die
der Dörfer, die auf den Felsen erbaut waren. Die Leute
auf den Hügeln
spezialisierten sich in der Zubereitung von Teigwaren
und Brot, und die
Leute am Meer bereiteten schmackhafte Fischspeisen zu.
Außer
den typischen
Gerichten, kann man im Archipel italienische Spezialitäten
anderer Regionen
probieren, aber es lohnt sich die einheimische Küche
zu waehlen, denn nur so
kann man sich vollkommen in die Atmosphäre dieser
Orte vertiefen. Ein guter"
cacciucco" schenkt einen Sprung in die Vergangenheit,
denn man erzählt
sich, dass Napoleon nur nach dem Genuss dieser mit Tomaten
zubereiteten
Fischsuppe seine imperialen Sorgen für einen Augenblick
vergessen konnte.
Wenn Sie Glück haben, können Sie die "imbollite",
mit Feigen gefuellte
kleine flache Brötchen, und die "sportella" geniessen,
ein Brot mit Anis,
das sich einst die Verlobten zu Ostern schenkten, um
sich einen reichen
Kindersegen zu wünschen.