Portoferraio,
die Hauptstadt der Insel Elba, liegt auf einer Felsspitze
und
seine Herkunft geht auf die etruskischen und griechischen
Zeiten zurueck.
Die Legende von Portoferraio erzaehlt, dass hier die von
Jason gefuehrten
Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies gelandet
sind, waehrend die
archaeologischen Funde schon von etruskischen und roemischen
Lebensformen
zeugen. Die antiken Namen Fabricia und Feraia, die diese
Bewohner der Stadt
gegeben hatten, zeugen dafuer, dass sie von dem aussergewoehnlichen
Reichtum
der Eisengruben angezogen worden waren: das Eisen wurde hier
zu Waffen
verarbeitet. |
Das historische Zentrum von Portoferraio ist in der Gassen
hinter dem Hafen,
zwischen Piazza Cavour und Piazza della Repubblica und auf
den Treppen, die
zur Medici-Festung fuehren, erhalten geblieben. Die Medici-Stadt
erinnert
noch heute daran, dass Portoferraio zu Ehren Cosimos I. Cosmopoli
genannt
wurde - Cosimo liess 1548 die von den Sarazenern zerstoerte
Stadt wieder
aufbauen und befestigen. Nach Plaenen der Architekten Camerini
und Belluzzi
entstanden die Festungen Forte Falcone und Forte della Stella,
der Turm
Torre della Linguella und starke Wehrmauern, die das Staedtchen
praktisch
uneinnehmbar machten. Eine andere Seite der Geschichte von
Portoferraio ist
mit Kaiser Napoleon verbunden, der hier und in der unmittelbaren
Umgebung
seine Residenzen und Machtzentren erbaute. Der grosse eisenverarbeitende
komplex von Portoferraio wurde nach den Bombardierungen des
letzten
Weltkrieges abgebaut - heute ist die Stadt Sitz der meisten
Bueros und
Aemter und das eigentliche Verkehrszentrum. Aber man kann
Portoferraio nicht
nur als Anlegestelle betrachten, die man eilig verlaesst,
um die Insel zu
entdecken. Die Hauptstadt der Insel Elba bewahrt aussergewoehnliche
Schaetze, vor der Weiterfahrt sollten Sie diese schoene Stadt
besichtigen.
Ein Weg, der den Medici gewidmet ist, fuehrt Sie zu den Festungen
Forte
Falcone und Forte della Stella, zum Turm Torre della Linguella
und zur Kirche Santissimo Sacramento,
waehrend Sie mit der Besichtigung der
Palazzina dei Mulini beginnen sollten, um die napoleonischen
Schoenheiten zu
entdecken, einem wunderbaren Gebaeude, das das oeffentliche
Leben Napoleons
symbolisiert. Weiter geht's zum Theater dei Vigilanti, das
der Kaiser seiner
Schwester Pauline schenkte und zur Kirche della Misericordia
bis hin zur
Villa San Martino, die ehemalige, wunderschoene Privatresidenz
des Kaisers.
Um die Entspannung des Meeres mit dem Wohlbefinden der Thermen
zu ergaenzen,
sollten Sie auf dem Weg nach Cavo in den Terme San Giovanni
anhalten: hier
werden rheumathische Schmerzen gelindert, wo einst Salinen
standen und schon
antike Bevoelkerungen die Glieder ihrer Rennpferde heilten.
Heute nutzt man
die Heilkraefte der Fangbaeder weiter, die Algen entalten,
reich an Jod und
Schwefel: sie werden auch fuer die Herstellung von Kosmetikprodukten
benutzt, die dann verkauft werden. Von den Termen San Giovanni
geht die
Strasse bis zu den Resten der roemischen Villa delle Grotte,
die auf einem
panoramischen Kap liegt, von dem aus man eine herrliche Aussicht
auf die
ganze Bucht von Portoferraio geniesst. In der Naehe der Hauptstadt
lohnt der
Besuch des botanischen Gartens, der mit dem Campingplatz
Rosselba
verbundenen ist - hier findet man zahlreiche tropische Pflanzen
und
jahrhundertealte, vom Aussterben bedrohte Baeume. Der Park
entstand nach Wunsch eines reichen Bayerns;
lange Zeit war der Park verlassen und wurde
erst 1985 von einer jungen Botanikerin entdeckt und erneuert.
Auf der
Strasse nach San Martino befindet sich die sogenannte Valle
delle Ceramiche,
eine gruene Oase von 10.000 Qm., die etwa zwanzig monumentale
Kunstwerke aus
Keramik zeigt: dieser Platz liegt auf Wunsch des elbanischen
Malers Italo
Bolano in einem Privatbesitz und birgt das International
Art Center, wo sich
jedes Sommer Kuenstler und Publikum zum Diskutieren und Arbeiten
treffen.
Ein Lehrzentrum fuer Malerei und Keramik ist auch aktiv. |